Nachhaltige Versicherungen

Was eine Versicherung nachhaltig macht

Versicherungsprodukte können weit mehr sein als Absicherung — sie können aktiv zur ökologischen und sozialen Transformation beitragen. Was das konkret heißt, lässt sich beschreiben, prüfen und belegen.

Auf dieser Seite steht, woran sich Nachhaltigkeit in Kompositversicherungen festmachen lässt, warum die Frage gerade jetzt an Dringlichkeit gewinnt und wie ASSESI daraus einen überprüfbaren Standard macht.

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Grundprinzipien, an denen sich ein nachhaltiges Produkt messen lassen muss

3

Sparten zum Start: Hausrat, Haftpflicht und Wohngebäude

2026

Ab September bindet die EmpCo-Richtlinie die Nachhaltigkeitskommunikation

EU-weit

Ein gemeinsames Verständnis über Ländergrenzen hinweg

Warum jetzt

Von der Behauptung zum Nachweis

Die EU-Richtlinie gegen Greenwashing (EmpCo) wird ab September 2026 bindend. Nur Unternehmen mit anerkannten Zertifizierungen dürfen nachhaltigkeitsbezogene Aussagen dann noch rechtssicher verwenden.

Damit verschiebt sich die Anforderung: Es genügt nicht mehr, Nachhaltigkeit zu behaupten — sie muss belegbar sein. Für Versicherer heißt das, ein gemeinsames Verständnis davon zu brauchen, wann ein Kompositprodukt tatsächlich nachhaltig ist und wie darüber gesprochen werden darf.

Kommunikation wird prüfbar

Nachhaltigkeitsaussagen brauchen künftig eine belastbare Grundlage. Ein anerkannter Standard liefert sie.

Regulierung zieht an

EmpCo ist der Anfang, nicht das Ende. Wer den Nachweis früh aufbaut, muss ihn später nicht nachrüsten.

Kund:innen fragen nach

Nachhaltigkeit wird zum Auswahlkriterium bei der Produktwahl — sichtbar gemacht durch ein Siegel, das man auf einen Blick erkennt.

Die fünf Prinzipien

Woran sich Nachhaltigkeit festmachen lässt

Der ASSESI-Standard verbindet ökologische und soziale Kriterien — spezifisch auf die Versicherungsbranche zugeschnitten und orientiert an fünf Grundprinzipien nachhaltiger Versicherungsprodukte.

Prinzip 1

Lenkungswirkung gegenüber dem Kunden

Nachhaltige Produkte entfalten eine erkennbare Wirkung — z. B. durch Bonus-/Malus-Mechanismen, nachhaltigkeitsgekoppelte Prämien (Sustainability Linked) oder Präventionsanforderungen als Versicherbarkeitsvoraussetzung.

Prinzip 2

Claim des Produktes

Die Produktkommunikation muss nachvollziehbar und relevant sein: Nachhaltigkeit als Standard, nicht als Zusatz. Das Wording in den AVBs deklariert klar, welche Mehrleistungen für einen nachhaltigen Schadenersatz vorgesehen sind.

Prinzip 3

Claim im Schadenfall

Schadenmeldungen sollen auf nachhaltige Mehrleistungen hinweisen. Diese Leistungen müssen messbar sein — etwa durch Ermittlung und Kompensation von CO₂-Äquivalenten oder ökologische Ersatzleistungen.

Prinzip 4

Vertrieb und Vermittlung

Nachhaltige Produkte entfalten nur dann Wirkung, wenn Vertrieb und Mitarbeitende informiert und geschult sind. Versicherer müssen nachweislich in Nachhaltigkeitskompetenzen im Vertrieb investieren.

Prinzip 5

Transformationsbeitrag

Übergeordnetes Ziel ist die schrittweise Ablösung konventioneller Produkte durch nachhaltige. Das Prinzip beschreibt die strategische Ausrichtung des Unternehmens und seiner Vermittler in Richtung Nachhaltigkeit.

Normative Grundlage

Der Standard orientiert sich an DIN EN ISO 14024 (Typ-1-Umweltzeichen) und der EmpCo-Richtlinie. Die Kriterien werden produktspezifisch nach Sparte definiert.

Nachhaltigkeit als Standard, nicht als Zusatz — das ist der Unterschied zwischen einem Produkt, das nachhaltig heißt, und einem, das es ist.

Aus dem zweiten Grundprinzip des ASSESI-Standards

Der Unterschied

Konventionell und nachhaltig — woran man es sieht

Konventionelles Produkt

Deckt den Schaden ab. Nachhaltigkeitsaspekte sind, wenn überhaupt, ein Zusatzbaustein — ohne Wirkung auf Prämie, Schadenregulierung oder Vertrieb.

Nachhaltiges Produkt nach ASSESI

Nachhaltigkeit ist im Produkt angelegt: in den Bedingungen, in der Schadenregulierung, in der Prämienlogik und in der Qualifikation des Vertriebs — und unabhängig geprüft.

Vom Prinzip zum geprüften Produkt

Das ASSESI-Label macht aus den Prinzipien einen überprüfbaren Standard — mit unabhängigem Audit und einem Siegel, das man erkennt.